Montag, Dezember 04, 2006

Thunfisch mit Roter "Balsamico"-Beete

Rote Beete mit Aceto Balsamico hat "mein Lieblings-Lafer" einmal in einer seiner Kochsendungen gemacht. Ich fand das sehr lecker und habe es damals gleich zusammen mit dem Schweinefilet im Zucchinimantel nachgekocht. Das Schweinefilet-Rezept habe ich in einem meiner "Lafer"-Bücher. Das mit der Roten Beete habe ich nirgends finden können und mittlerweile bin ich mir nicht mehr ganz sicher, wie es genau war.

In den Untiefen des Internets bin ich aber auf ein Rezept von Jamie Oliver gestoßen, dass dem "Original" ziemlich nahe kommt. Also habe ich meine Erinnerung damit kombiniert.

Dazu, finde ich, passt ein kräftiges Fleisch, die Schweinelende damals war nicht so passend, Da wir schon länger keinen Fisch gegessen haben also tuna
und natürlich die letzten (mehr konnte ich nicht ergattern) dieser wunderbaren Kartoffeln


Thunfisch mit Kräutern


Kipferl als Bratkartoffeln

Rote Beete in Aceto Balsamico auf Knoblauchbeet



Zutaten, pro Person:

1 Thunfischsteak (pro Person ca. 200g)
Salz
Pfeffer
diverse frische Kräuter
und/oder ein paar Orangen- oder Zitronenzesten
reiß- und ofenfestes Pergamentpapier
Olivenöl

Leider gab es nirgends Thunfisch außer in wunderschöner, teurer Sushi-/Sashimiqualität und das wäre echt zu schade gewesen. Stattdessen habe ich eine
Rinderlende, ein
Schwertfischsteak – Das Rind passt hervorragend, der Fisch eher weniger - und eine
Limone genommen.

festkochende Kartoffeln (pro Person ca. 200 g)
flockiges Meersalz
Pfeffer
Rosmarinnadeln
Butterschmalz

2Rote Beete in Golfballgröße (Nachtrag: Es gibt auch Baby Rote Beete [im Zutatenbild oben zu sehen], die erstens schöner aussieht, zweitens feiner und zarter schmeckt. Und zumindest an ihr sollte man die Schale d'ranlassen, denn diese schmeckt sehr gut, wobei die von den kleinen nicht so "rustikal" ist.)
¼Knoblauch, d.h. in der Mitte halbiert und je nach Personenanzahl geteilt oder ganz gelassen, möglichst frischen, nicht getrockneten (der ist heller, leicht rosa und hat Austriebe, den habe ich hier aber noch nirgends gesehen)
Majoran oder Oregano, gewaschen, trockengetupft und die guten Blättchen abgezupft
Salz, Pfeffer
Aceto Balsamico
Olivenöl


Zubereitung:

Rote Beete unter fließendem Wasser abbürsten. Salzen, pfeffern, Majoran zugeben und in Alumiumfolie wickeln.
Den Knoblauch mit der Schnittstelle nach unten in eine backofengeeignete Form mit Olivenöl setzen. Die Rote-Beete-Päckchen daraufgeben und mit dem Essig übergießen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C 1 ½ - 2 Std. garen, bis die Rote Beete weich ist.
Ich habe die Rote Beete aus Zeitmangel geschält und in 2 bzw. 3 Teile geschnitten sie in einer ofenfesten Form mit Deckel direkt auf das Knoblauch-Öl-Bett gelegt, bis halbe "Beeten-Höhe" mir Essig übergossen und sie für ca. 1 Stunde in den Backofen gegeben.

– Die Beete schmeckt sehr lecker, ein paar Orangenzesten darauf und deutlich mehr Kräuter wären perfekt. Sollte etwas davon übrig bleiben, kann man sie hervorragend, vielleicht auch in Scheiben geschnitten, in dem Sud in ein Einmachglas geben.
- Versuchsweise hatte ich noch eine geputzte, den Strung ausgeschnittene Fenchelknolle am Garzeitende mit in die Beete-Schale gegeben. Die passte wiederum zum Fisch recht gut.




Den Thunfisch hätte ich gewürzt, mit etwas Öl benetzt (alternativ auch ein paar Butterflöckchen darauf gegeben) und in Pergamentpapier gewickelt, im Backofen bei ca. 200°C 15 bis 25 Minuten gegart (käme auf die Steakdicke an und darauf ob man sie medium oder well done möchte). Also entweder man gäbe den Fisch nach entsprechender Zeit neben die Beete in den Backofen oder man briete ihn als Alternative in einer Pfanne in Olivenöl an.


Die Rinderlende habe ich von Fett weitestgehend befreit (die Katze freute sich ’mal wieder darüber) mit frisch gemahlenem Pfeffer eingerieben und in Butterschmalz von allen Seiten scharf angebraten, damit sich die Poren schließen. Anschließend habe ich eine Limone geschält und halbiert hinzu gegeben und einen Deckel auf die Pfanne gelegt. Zwischendurch das Fleisch umgedreht und dabei gesalzen. Und es eigentlich nur noch bei geringster Hitze ziehen lassen. Gegen Garzeitende habe ich noch einen Schuss des Brunello di Montalcino hineingeleert, den wir zu dem Gericht auch trinken werden.










Das Schwertfischsteak habe ich auf ein doppelt gefaltetes Pergamentpapier gelegt, aus der Mühle gesalzen und mit weißem Pfeffer bestreut und eine großzügige Butterflocke darauf gegeben. Saubere, trockene Thymian- und Salbeiblätter darauf gezupft und die Limonenschale hinzu gegeben bevor ich das Pergamentpapier über dem Fisch zusammengefaltet habe. Und für 20 Minuten mit in den Backofen neben die Rote Beete gestellt.


Die Kartoffeln habe ich im Schnellkochtopf 20 Minuten gekocht. Sie anschließend gepellt, in ca. 5 mm breite Scheiben geschnitten und kurz in reichlich Butterschmalz mit Rosmarinnadeln und Meersalzflocken angebraten. Und abschließend nochmals ein paar Salzflocken darauf gestreut.– Ich muss aber sagen mit etwas nussigem, wie Walnuß- oder Erdnussöl, eventuell auch mit Traubenkernöl schmecken die „Kipferl “ aber viel besser. Und Nüsse, etwas Kreuzkümmel oder Sesam würde/n sie besser ergänzen.

Munden haben wir uns das Essen, nach einem Campari-Orange, mit einem Brunello di Montalcino 2000 von Castello Banfi in einem Bordeaux Grand Cru Glas der Riedel Sommeliersserie lassen.
Ich fand ein etwas fruchtigerer Wein, wie z. B. ein rosé Zinfandel hätte irgendwie besser dazu gepasst.